Ergebnisse Auftakt Innovationsforum

Aufgrund des Teilnehmerinputs konnten Anwendungsfelder priorisiert und wichtige Handlungsfelder der Hydrothermalen Prozesse identifiziert werden:

Die wichtigsten Anwendungsfelder liegen im Bereich Chemieindustrie / Kraftstoffe, den festen Energieträgern, dem Bereich der Klärschlammverwertung und dem stofflichen Einsatz sowie der Verwertung organischer Abfallströme. Boden und Düngemittel ist ebenfalls mit großem Interesse als Anwendungsfeld genannt worden. Wir haben uns dazu entschlossen, die Anwendungsfelder Chemieindustrie und Kraftstoffe zusammen zu legen, da in beiden Fällen als Basis vor allem Kohlenstoffträger aus der hydrothermalen Verflüssigung zum Einsatz kommen. An der Schnittstelle zu der in Mitteldeutschland im Aufbau befindlichen Modellregion für eine Bioökonomie um den Chemiestandort Leuna eröffnen sich in diesem Anwendungsfeld sehr interessante Projektmöglichkeiten.
 
Neu aufgenommen wurden wichtige Querschnittsthemen wie die Aufbereitung / Nutzung des Prozesswassers als ein Hauptmassenstrom. Auch die Rechtsfragen, wie z. B. Ende von Abfalleigenschaften, Genehmigungen etc., sowie der Verbleib von Schadstoffen aus belasteten Inputmaterialien ergänzen das gesamte Innovationsfeld. Da diese Fragen alle Anwendungsfelder betreffen, schlagen wir die Bildung von übergreifenden Handlungsfeldern vor.


Auftakt Innovationsforum HTP

Programm

28. Januar 2015, 14:00 - 17:00 Uhr

Moderation Romann Glowacki (DBFZ)

Zeit Panel
14:00

Begrüßung & Hintergrund Hydrothermale Prozesse & die Innovationsplattform

  • Eröffnung (Prof. Dr.-mont. Michael, DBFZ)
  • Was sind hydrothermale Prozesse? Eine Kurzeinführung. (Marco Klemm, wiss. Projektleiter)
  • Das Innovationsforum - Aufbau einer Innovationsplattform. (Romann Glowacki, Innovationskoordinator)
14:20

Anwendungsfeld Klärschlammverwertung 

  • Klärschlamm - Aktuelle Entsorgungsproblematik (Anett Schindler LAV Markranstädt GmbH)
  • Nährstoffbedarfe in der Landwirtschaft (Thomas Külz, Agrargenossenschaft Löberitz e.G.)
14:45

Anwendungsfeld Boden und Düngemittel

  • Bodenbezogene Verwertung hydrothermal behandelter Klärschlämme (Hr. Dr. Fühner, UFZ)
14:55

Anwendungsfeld Organische Abfallströme

  • HTC als Schadstoffsenke (Dr. Barbara Weiner, Dep. Techn. Umweltchemie, UFZ)
  • Abfallströme HTC Niedersachsen (Thomas Greve, Universität Oldenburg)
  • Hydrothermale Prozesse zur Verwertung kommunaler Bioabfälle (Falko Kietzmann, Stoffstrommanagement Hallesche Wasser und Stadtwirtschaft GmbH)
15:15

Anwendungsfeld Chemieindustrie

  • Phenole & Plattformchemikalien aus hydrothermalen Verfahren (Dipl.-Ing. Gerd Unkelbach, Fraunhofer CBP)
15:25

Anwendungsfeld Kraftstoffe, Schmiermittel & andere Erzeugnisse aus hydrothermaler Verflüssigung

  • Herstellung flüssiger Kohlenstoffträger (Michael Krusche, CEO amtech GmbH)
  • Veredelung von HTC zu biogenen Kraftstoffen (Michael Windt, Thünen Institut für Holzforschung, Hamburg)
15:40

Anwendungsfeld Energieträger

  • Feste und gasförmige Energieträger (Dominik Siemon, Suncoal Industries GmbH)
  • Nutzung von HTC-Kohle in Zement- und Kalkwerken (Gerhard Hartmann, Hartmann Consulting)
15:55

Stoffliche Anwendungen

  • Akitvkohle aus HTC-Kohle (M.Sc. Catalina Rodriguez Correa, Universität Hohenheim)
16:05

Zusammenfassung & Ausblick

Die nächsten Schritte - Vorstellung der geplanten Workshops (Dr. Marco Klemm, Romann Glowacki, DBFZ)

16:15

Netzwerkenveranstaltung & Tagungsausklang

Wir bitten Sie aktiv zu werden und Ihre Ideen einzubringen!

  • Sehen Sie in Ihrem Umfeld konkrete Produktlinien bzw. Wertschöpfungsketten, die verfolgt werden sollen?
  • Können sie sich vorstellen, ein Thema oder einen Projektstrang zu entwickeln?
  • Wollen Sie weitere Partner aus Ihren Netzwerken einbeziehen?

Im nächsten Schritt versuchen wir vollständige Wertschöpfungsketten in den einzelnen Anwendungsfeldern abzubilden, notwendige Partner zu identifizieren und Herausforderungen bzw. FuE-Bedarf zu formulieren. Diese bilden in den Anwendungsfeldern die Grundlage für Workshops, die wir gemeinsam bei aktiven Partnern und in der Region um Leipzig durchführen werden. Ziel ist es, Tiefenerkenntnisse aus dem Anwendungsfeld zu erarbeiten und konkrete Arbeitspakete für das im Mai stattfindende Innovationsforum vorzubereiten und Partner zur Schließung der Wertschöpfungsketten zu finden.